{"id":4673,"date":"2019-10-11T16:09:15","date_gmt":"2019-10-11T15:09:15","guid":{"rendered":"https:\/\/theosnotizen.com\/?p=4673"},"modified":"2020-12-02T15:31:16","modified_gmt":"2020-12-02T14:31:16","slug":"christus-im-haus-von-martha-und-maria","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/2019\/10\/11\/christus-im-haus-von-martha-und-maria\/","title":{"rendered":"Christus im Haus von Martha und Maria"},"content":{"rendered":"

Christus bei Martha und Maria, Lukas 10 aus der Sicht von Velasquez<\/h2>\n

Christus im Haus von Martha und Maria<\/strong>, eine Episode aus Lukas 10, gemalt von Diego Velasquez, einem spanischen Maler des 17. Jahrhunderts.<\/p>\n

Lukas 10,38-42<\/strong><\/p>\n

38\u00a0Als Jesus mit seinen J\u00fcngern weiterzog, kam er in ein Dorf.11\u00a0Dort nahm ihn eine Frau namens Marta gastlich auf.\u00a039\u00a0Sie hatte eine Schwester mit Namen Maria, die setzte sich zu F\u00fc\u00dfen des Herrn nieder und h\u00f6rte ihm zu.\u00a040\u00a0Marta dagegen war voll damit besch\u00e4ftigt, das Essen vorzubereiten. Schlie\u00dflich trat Marta vor Jesus hin und sagte: \u00bbHerr, k\u00fcmmert es dich nicht, dass mich meine Schwester die ganze Arbeit allein tun l\u00e4sst? Sag ihr doch, dass sie mir helfen soll!\u00ab\u00a041\u00a0Der Herr antwortete ihr: \u00bbMarta, Marta, du machst dir viele Sorgen und verlierst dich an vielerlei,\u00a042\u00a0aber nur eins ist n\u00f6tig. Maria hat die richtige Wahl getroffen. Sie hat sich f\u00fcr ein Gut entschieden,12\u00a0das ihr niemand wegnehmen kann.\u00ab<\/em><\/p><\/blockquote>\n

 <\/p>\n

Das Evangelium in einer Gasthausk\u00fcche im Spanien des 17. Jahrhunderts<\/h3>\n

\"ChristusDas ca. 1 m x 60 cm gro\u00dfe Gem\u00e4lde ist in der National Gallery in London ausgestellt. Es stammt aus dem Jahr 1618. Velasquez war damals 19 Jahre alt.
\nEs stellt eine Episode des Evangeliums dar, im Hintergrund eine Szene aus einer Gasthausk\u00fcche in Spanien, im 17. Jahrhundert.<\/p>\n

Das kleine Gem\u00e4lde im gro\u00dfen Gem\u00e4lde: Jesus auf Besuch<\/h3>\n

\"ChristusOben rechts im Bild: ein kleines Bild, schwarz eingerahmt, spiegelt sich auf dem gro\u00dfen Gem\u00e4lde wider.
\nDieses kleine Bild stellt die biblische Szene des Besuchs Jesu bei Martha und Maria dar.
\nEs ist ein Bild, das in einem Spiegel umgekehrt erscheint. \u2028Wir sehen die linke Hand Jesu und nicht die rechte, die auf Maria und Martha zeigt.<\/p>\n

Der Maler wollte die biblische Szene in ein Gem\u00e4lde einbeziehen, das die K\u00fcche eines spanischen Gasthauses aus dem 17. Jahrhundert darstellt.<\/p>\n

Zwei Frauen aus Sevilla bereiten eine Mahlzeit zu.<\/h3>\n

\"ChristusDie Verbindung zwischen der Szene des Gasthauses und der biblischen Szene wird durch den Finger der alten Dienstmagd hergestellt.<\/p>\n

Sie zeigt auf das Bild im Hintergrund rechts. Ein Bild, das sich in einem Spiegel widerspiegelt.<\/p>\n

Hinter dem Anschein<\/h2>\n

Auf seiner letzten Reise nach Jerusalem, vor dem Kreuz, macht Jesus einen Halt in Bethanien, in einem freundlichen und einladenden Haus.<\/p>\n

Martha, die Hausfrau<\/h3>\n

Er wird von dieser Hausfrau immer gut aufgenommen. Sie ist richtig benannt: Martha, die Meisterin. Es ist die weibliche Form des aram\u00e4ischen Wortes Mar, Meister, wie in Maranatha (Maran (unser Meister \/ unser Herr) atha (kommt). Wir kennen das entsprechende Wort in Griechisch : Kyrios, Meister, Herr.<\/p>\n

Maria, die Leidenschaftliche<\/h3>\n

Und die junge Schwester Maria, deren Name „Vortrefflichkeit“ bedeuten kann, h\u00f6rt mit leidenschaftlichem Interesse auf die Worte Jesu.<\/p>\n

Herk\u00f6mmliche Symbole<\/h4>\n

Der traditionellen Interpretation zufolge (die auch von den Malern so ausgedr\u00fcckt wird) k\u00f6nnten Martha und Maria ein Symbol sein f\u00fcr ein aktives und ein kontemplatives Leben, die gegenw\u00e4rtige und die zuk\u00fcnftige Welt,… Rechtfertigung durch Werke und Rechtfertigung durch Glauben.<\/p>\n

Maria wurde oft als eine Art Anbeterin angesehen, aber eine passive Anbeterin, zu F\u00fc\u00dfen aller Weisen und Gebildeten. Was die Martha(s) betrifft, so best\u00e4nde ihre Rolle im Leben darin, den Menschen zu dienen. Diese Ansicht ist aber zu abstrakt, zu simpel.<\/p>\n

Ein befreiender Text<\/h3>\n

Stattdessen nutzt Jesus diese Episode, um sowohl Frauen als auch M\u00e4nner zu befreien.
\nW\u00e4re der Text (und seine m\u00f6gliche Anwendung) sehr verschieden, wenn die Personen Martin und Wolfgang hei\u00dfen w\u00fcrden?<\/p>\n

genau illustriert<\/h4>\n

\"ChristusJesus, der auf einem Hochstuhl sitzt, steht im Schatten einer T\u00fcr.
\nDie vertikalen Linien des T\u00fcrrahmens und des Stuhls und sein hoher Wuchs verleihen ihm die Gestalt eines Meisters.<\/p>\n

Zuh\u00f6ren und \u00fcberlegen<\/h4>\n

Der Herr spricht. Maria h\u00f6rt zu, sie sitzt auf dem Boden, mit der Hand unter dem Kinn, in einer Haltung des aufmerksamen Zuh\u00f6rens. Dies ist die klassische Pose der \u00dcberlegung.<\/p>\n

Zu den F\u00fc\u00dfen Jesu sitzen: lernen<\/h2>\n

Keine kontemplative Anbetung<\/h3>\n

Zu den F\u00fc\u00dfen Jesu zu sitzen, bedeutet nicht in erster Linie Kontemplation oder Anbetung.
\nDie Anbetung ist vielmehr die Haltung der reuigen s\u00fcndigen Frau, die zu Jesu F\u00fc\u00dfen weint (Lukas 7,38).<\/p>\n

Hier finden wir nicht die Haltung der kontemplativen Anbetung, die die katholische Kirche (und andere) sp\u00e4ter Frauen oder Nonnen vorbehalten haben.<\/p>\n

Sich unterrichten lassen, Gottes Wort lernen<\/h3>\n

Zu F\u00fc\u00dfen Jesu sitzen ist der \u00fcbliche j\u00fcdische Ausdruck der Zeit. Es ist eine aktive Einstellung. Sie bedeutet, sich unterrichten lassen, Gottes Wort kennenlernen.
\nPaulus lernte zu Gamaliels F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n

Christus bef\u00fcrwortet die Unterrichtung von Frauen<\/h3>\n

Jesus er\u00f6ffnet also den Frauen die M\u00f6glichkeit, im Wort zu lernen.
\nPaulus wird sp\u00e4ter Mitarbeiterinnen haben. Einige wie Prisca werden Expertinnen in Gottes Wort sein.<\/p>\n

Noch ist nichts erreicht zu seiner Zeit!<\/h4>\n

Damals waren Frauen vom Synagogenunterricht ausgeschlossen.<\/p>\n

Rabbiner sagten, dass es besser sei, die Thora (die j\u00fcdische Bibel) zu verbrennen, als sie einer Frau beizubringen.
\nAber nicht jeder dachte so. Eine Geschichte aus dem Talmud zitiert eine Frau, die Rabbi Meir in der Synagoge zugeh\u00f6rt hat. Philo von Alexandria, ein j\u00fcdischer Gelehrter, spricht von einer Gemeinschaft, in der M\u00e4nner und Frauen gemeinsam Thora studierten.<\/p>\n

Martha, besorgt \u00fcber den Empfang.<\/h2>\n

\"ChristusWie die K\u00f6chin auf Velasquez‘ Gem\u00e4lde ist Martha mit verschiedenen Arbeiten oder Dienstleistungen besch\u00e4ftigt. V 40. \u2028Vielleicht die Zubereitung einer ordentlichen… und vielleicht sogar ein wenig zu komplizierten Mahlzeit. .<\/p>\n

Aber der Text sagt nichts Konkretes dar\u00fcber aus.<\/p>\n

Martha ist die \u00c4ltere. Sie ist besorgt (V. 41); Ihre Verantwortung ist es, daf\u00fcr zu sorgen, dass das Haus richtig funktioniert.<\/p>\n

Zwei m\u00f6gliche Verhaltensweisen je nach der Kultur<\/h3>\n

Je nach der Kultur des Landes gibt es zwei Verhaltensweisen.<\/p>\n

Die Kultur des Schuldgef\u00fchls<\/h4>\n

In der Kultur der Schuld geben wir zu, dass wir Unrecht getan haben und handeln danach: wir erkennen unsere Schuld an und tragen die Folgen davon. Ich bin zu schnell gefahren. Ich gebe es zu, ich zahle die Strafe und verliere Punkte.. Pech f\u00fcr mich!<\/p>\n

Die Kultur der Scham<\/h4>\n

In der Kultur der Scham geht es um den richtigen Eindruck, den man anderen vermittelt, vor allem, um das Gesicht nicht zu verlieren. Nicht gesehen, nicht ertappt.<\/p>\n

Ein guter Eindruck ist unerl\u00e4sslich<\/h4>\n

Daher ist es f\u00fcr das Image unerl\u00e4sslich, dem hohen Gast eine ausgezeichnete (und komplizierte?) Mahlzeit in einem makellosen Zuhause zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n

Ein falscher Ton w\u00e4re katastrophal<\/h4>\n

Und er kann durchaus an diesem Tag passieren: zu viel Arbeit in zu wenig Zeit und nicht genug H\u00e4nde, die helfen k\u00f6nnten, das ist das Dilemma.<\/p>\n

Ein gutes Beispiel des Dreieckspiels<\/h3>\n

\"ChristusAnstatt ihre Schwester direkt um Hilfe zu bitten, zeigt Martha stehend auf Maria mit einer Handbewegung, w\u00e4hrend sie sagt:
\nV. 40: Herr, k\u00fcmmert es dich nicht, dass mich meine Schwester die ganze Arbeit allein tun l\u00e4sst? Sag ihr doch, dass sie mir helfen soll!<\/p>\n

Hat Maria, die j\u00fcngere Schwester, nicht die Pflicht, ihrer \u00e4lteren Schwester zu helfen? Vor allem, da die Arbeit dringend ist.<\/p>\n

Aber es ist durchaus m\u00f6glich, dass Maria an den Vorbereitungen schon beteiligt war, bevor der Gast ankam. Und wenn nun Jesus da ist, warum sollte sie dann nicht seine Anwesenheit, die nicht so oft vorkommt, ausnutzen und auf seine Worte h\u00f6ren?<\/p>\n

Was in Marthas Verhalten st\u00f6rt<\/h3>\n

Sie will alles vermeiden, was ihr ein Schamgef\u00fchl verursachen k\u00f6nnte. Also versucht sie, den Herrn auf ihre Seite zu holen,…. gegen ihre Schwester.<\/p>\n

Sie dient nicht mehr dem Herrn, sie benutzt ihn\u2026f\u00fcr sich<\/h4>\n

Sie merkt es nicht einmal…. Es ist ja gerade ihre Einstellung, die eine viel peinlichere Scham verursachen kann, wenn sie im Unrecht ertappt wird.<\/p>\n

Beachten wir auch den Unterschied zwischen Martha, die Jesus sagt, was er zu sagen hat, und Maria, die auf das h\u00f6rt, was Jesus sagt.<\/p>\n

Martha, eine treue J\u00fcngerin, die den Halt verliert<\/h4>\n

Aber wir sollten auch Marthas Notlage nicht vergessen. Sie f\u00fchlt sich verlassen, nicht nur von ihrer Schwester, sondern auch von Jesus. Auch sie ist eine treue J\u00fcngerin, die Jesus so gut sie kann empf\u00e4ngt.<\/p>\n

Jesus wird Maria nicht sagen, dass sie ihrer Schwester helfen soll<\/h3>\n

Jesus antwortet ihr: er hebt die Hand, um seine Ablehnung zu zeigen.<\/p>\n

\"ChristusV 41 Martha, Martha!<\/p>\n

Indem er ihren Vornamen wiederholt, dr\u00fcckt der Herr seine Unzufriedenheit mit Marthas Worten aus. \u2028Er antwortet nicht, was sie erwartet.
\nSo wird Jesus Maria nicht sagen, dass sie ihrer Schwester helfen soll.
\nDie erhobene Hand Jesu ist auch eine Geste des Segens gegen\u00fcber der Haltung Mariens.<\/p>\n

Das einzige Notwendige<\/h3>\n

Er besteht auf dem Wesentlichen. Und das Einzige, was notwendig ist, ist die Botschaft des Reiches Gottes anzunehmen. Es geht darum, Gott genug zu lieben, um f\u00fcr seine Worte offen und empf\u00e4nglich zu sein. Es geht darum, den Herrn zu empfangen, ihn gut zu empfangen, ihn auf die richtige Weise aufzunehmen. Es ist die Offenheit des Herzens, die Maria zeigt, indem sie sich zu Jesu F\u00fc\u00dfen setzt, es ist ihre Empf\u00e4nglichkeit, die Worte des ewigen Lebens zu h\u00f6ren und durchzudenken.<\/p>\n

Vor Jesu letztem Weg zum Kreuz<\/h3>\n

Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem, auf seiner letzten Reise vor dem Kreuz. Die Zeit, die er mit den beiden Schwestern verbringen kann, ist begrenzt. Er m\u00f6chte daher, dass sie das Beste aus solchen innigen Momenten machen.<\/p>\n

Ein Abstecher durch das Alte Testament mit Lukas dem Historiker<\/h2>\n

Um etwas weiter vorzudringen, in den tiefen Sinn der Geschichte, machen wir mit dem Historiker Lukas einen Abstecher in das Alte Testament. Lasst uns versuchen, seine Absicht zu erkennen!<\/p>\n

Lukas erz\u00e4hlt nicht die Ereignisse seines Evangeliums der chronologischen Reihenfolge nach, sondern er klassifiziert sie nach einer bewussten Absicht.<\/p>\n

Eine Reise nach dem Vorbild des Exodus<\/h3>\n

Jesu Reise nach Jerusalem ist dem Exodus nachempfunden, Moses Reise in das verhei\u00dfene Land.<\/p>\n

Lukas 9. 30-31<\/p>\n

W\u00e4hrend der Verkl\u00e4rung sprachen zwei M\u00e4nner mit ihm: Mose und Elia, die vor Herrlichkeit strahlten. Sie sprachen dar\u00fcber, wie Jesus seine Mission beenden w\u00fcrde, indem er in Jerusalem stirbt.<\/p>\n

Als sich die Zeit n\u00e4herte, als Jesus von dieser Welt genommen werden sollte, beschloss er entschlossen, nach Jerusalem zu gehen.<\/p>\n

Diejenigen, die Gottes Gesetz gehorchen, betreten das gelobte Land. Ebenso tritt man in das Reich Gottes ein, in das ewige Leben, indem man das Wort Christi befolgt.<\/p>\n

Die Berichte des mittleren Teils des Lukas-Evangeliums ab Kapitel 10 sind praktische Anwendungen der gesetzlichen Gebote des Deuteronomiums.<\/p>\n

Auf das Wort und die Bedeutung der Manna-Geschichte h\u00f6ren<\/h3>\n

Lukas verbindet die Episode mit Martha und Maria, besonders Lukas 10,39 (Marias H\u00f6ren auf das Wort) mit der Bedeutung des Manna-Berichts in Deuteronomium 8,3.<\/p>\n

und er gab dir dieses Manna, das du nicht kennst und das deine Vorfahren nicht gekannt hatten. Auf diese Weise wollte er euch lehren, dass der Mensch nicht nur vom Brot lebt, sondern auch von jedem Wort, das der Herr gesprochen hat.<\/p>\n

Wahre J\u00fcnger werden durch das Wort Jesu gen\u00e4hrt, denn es ist das Wort Gottes.
\nDieses Wort mit der Verhei\u00dfung des ewigen Lebens wird denen angeboten, die wie Maria zu Jesu F\u00fc\u00dfen sitzen.
\nGott zu lieben besteht also darin, wie Maria auf das Wort ihres Messias zu h\u00f6ren, um es besser zu kennen und auch in die Tat umzusetzen.<\/p>\n

Eine N\u00fcchternheit, die das Zuh\u00f6ren f\u00f6rdert<\/h3>\n

\"ChristusBlanke W\u00e4nde, ein harter Stuhl.
\nEin einziger Lichtpunkt: ein einfacher Steinguttopf, der auf einem niedrigen Tisch ohne Verzierungen steht.
\nEs ist ein Wassertopf, das bescheidenste aller Getr\u00e4nke.
\nMaria, die auf die Unterweisungen Jesu h\u00f6rt, braucht weiter nichts.<\/p>\n

Maria hat das Bessere gew\u00e4hlt v. 42.<\/h3>\n

Diese gute Wahl ist auch die des Psalmisten im Ps 73.<\/p>\n

V.26. Gott bleibt mein Fels, mein kostbarer Besitz f\u00fcr immer…..<\/p>\n

V. 28 Mein Gl\u00fcck ist es, immer in der N\u00e4he Gottes zu sein. Ja, ich habe meine sichere Zuflucht beim Herrn, beim Herrn, gegeben, und ich werde von seinen Werken erz\u00e4hlen.<\/p>\n

Maria verwirklicht das Wort Jesu in Lukas 4,4, das aus Deuteronomium 8,3 stammt: Der Mensch wird nicht nur vom Brot leben, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt.<\/p>\n

Die Sprache der Wahl<\/h3>\n

Um \u00fcber Maria zu sprechen, verwendet Jesus die Sprache der Wahl (sie hat gew\u00e4hlt). Er weist damit auf die Beziehung zwischen ihm, dem Messias, dem Auserw\u00e4hlten Gottes, hin (Das ist mein Sohn, derjenige, den ich auserw\u00e4hlt habe. H\u00f6rt auf ihn! Lk 9,35) und den Auserw\u00e4hlten, seinen Aposteln, die er auserw\u00e4hlt hat (6,13), und auch denjenigen, denen er sich zu offenbaren gew\u00e4hlt hat.
\nMein Vater hat mir alles in die H\u00e4nde gegeben. Niemand wei\u00df, wer der Sohn ist, au\u00dfer dem Vater, und niemand wei\u00df, wer der Vater ist, au\u00dfer dem Sohn und dem, dem der Sohn ihn offenbaren will. 10.22.<\/p>\n

Der wahre J\u00fcnger praktiziert die Lehre Christi<\/h4>\n

Jesus hei\u00dft Marias Verhalten gut, weil sie auf sein Wort h\u00f6rt (V. 39). Der wahre J\u00fcnger muss die Lehre Christi praktizieren, um zu leben, um in das K\u00f6nigreich des Himmels einzutreten. \u00ab Es gen\u00fcgt nicht, mir zu sagen: „Herr! Oh, mein Gott! Man muss den Willen meines himmlischen Vaters tun\u201d (Mt 7,21f).<\/p>\n

Ein Gem\u00e4lde des Augenblicks nach der Krise<\/h2>\n

Velasquez entschied sich, den Moment unmittelbar nach der Krise darzustellen.<\/p>\n

Die alte Frau: die Martha, die Vorw\u00fcrfe macht<\/h3>\n

\"ChristusIhr Gesicht ist rau, ihre Gesichtsz\u00fcge streng, betont durch die Dunkelheit. Ein verkniffener Blick: eine faltige Stirn, Falten in den Lippenwinkeln und um den Mund herum.
\nSie tr\u00e4gt strenge Kleidung: ein schwarzes Kleid, eine wei\u00dfe Bluse und ein Kopftuch. Die gleiche Art von Kleidung und…. Kopftuch wie Lazarus‘ Schwester.
\nMit einem beschuldigenden Zeigefinger zeigt sie der jungen Magd die Szene, die sich im Haus von Martha und Maria abspielt.
\nSie k\u00f6nnte Martha darstellen, die Hausfrau, die ihre Sache sicher f\u00fchrt, …die \u00e4ltere Schwester, die ihre kleine Welt leitet,…die Gastgeberin, die alles perfekt machen will, um den angesehenen Gast, den Freund, Jesus, den Herrn, aufzunehmen. Die Martha, die Vorw\u00fcrfe macht, wenn es nicht so funktioniert, wie sie es will: Sag ihr doch, sie soll mir helfen.<\/p>\n

Die junge K\u00f6chin, die andere Martha, die sich besch\u00e4mt f\u00fchlt<\/h3>\n

\"ChristusDie junge K\u00f6chin im Gasthaus ist eine B\u00e4uerin….mit durch lange und harte Arbeit geschwollenen H\u00e4nden. Sie hat grobe Gesichtsz\u00fcge, lose rote Ohren, rote und feuchte Lippen.<\/p>\n

 <\/p>\n

Sie scheint bereit zu weinen:…. rote Wangenknochen, heruntergezogener Mund … Leuchtende Augen fast schon weinend….<\/p>\n

\"ChristusSie kann auch Martha darstellen,….aber eine andere Martha.
\nNicht die Martha, die Herrin des Hauses, die ihren Gast ehrt und daf\u00fcr die Anerkennung erh\u00e4lt…..<\/p>\n

Sondern die Martha im Griff der Aufwallung….. vielleicht eines gewissen Grolls. Die Martha, die sicher ist, recht gehandelt zu haben, die aber glaubt, dass Jesu Worte sie besch\u00e4men.<\/p>\n

Die vern\u00fcnftige alte Martha erteilt eine Lektion der jungen Martha, die halbwegs weint.<\/h4>\n

Die alte Frau Martha, ihre vern\u00fcnftige Seite, gibt der jungen Martha eine Lektion, am Rande der Tr\u00e4nen. Sie beruft sich auf die biblische Szene, auf die sie mit dem Finger mit Nachdruck zeigt…..<\/p>\n

Vielleicht wirft sie ihr (sich selbst) ihr Verhalten vor?
\nWarum nicht Maria als Vorbild nehmen und auf Christus h\u00f6ren?……<\/p>\n

Wie reagieren wir auf Vorw\u00fcrfe?<\/h3>\n

Wie reagieren wir, die Martha des Evangeliums, die junge Magd oder wir selbst auf Vorw\u00fcrfe, die wir f\u00fcr \u00fcbertrieben oder ungerecht halten? Der biblische Text f\u00fcgte keinen Vers 43 hinzu, um die L\u00f6sung zu bringen. Es liegt an jedem von uns, zu \u00fcberlegen….<\/p>\n

Es w\u00e4re gut f\u00fcr sie (f\u00fcr mich), zu \u00fcberlegen.. \u00fcber die Lektion, die Martha erteilt wurde….. Maria,…. hat das Bessere gew\u00e4hlt…… Und ich, was soll ich jetzt tun?<\/p>\n

Martha hat ihre Lektion gelernt<\/h3>\n

Und Martha hat wahrscheinlich richtig \u00fcberlegt. Sie hat ihre Lektion kapiert.
\nZum Zeitpunkt des Todes ihres Bruders Lazarus bezeugt sie, wie Maria, all ihr Vertrauen in Jesus (Johannes 11). Und sp\u00e4ter \u00fcbt sie ihr Talent als gute K\u00f6chin bei einem gro\u00dfen Mahl zu Ehren des Herrn und des auferstandenen Lazarus aus. (John 12)<\/p>\n

Martha…. oder… Maria, Maria und Martha.<\/h2>\n

Martha bleibt Martha, die Praktische. Aber sie versucht auch, eine kleine Maria zu sein, diejenige, die gern lernt, um den Herrn besser zu kennen.<\/p>\n

Martha… oder…. Maria, Martin der Praktische…. oder… Mario, der Intellektuelle?
\nZwei Arten von gegenteiligen Personen? Riskieren sie Konflikte?<\/p>\n

Nicht unbedingt. Jede, jeder muss lernen, zu erkennen, dass der andere vom Herrn seinen Gaben und seiner besonderen Berufung empfangen hat.<\/p>\n

Nicht unbedingt, wenn wir den anderen als uns \u00fcberlegen betrachten. Es geht nicht darum, sich selbst zu verunglimpfen (ich bin eine Null, weil ich nicht studiert habe). Es geht vielmehr darum, den Wert des anderen zu erkennen, den Wert seiner Person vor Gott, den Wert seines Dienstes…..<\/p>\n

Lieber Martha und Maria, oder auch Martin und Mario.<\/p>\n

Die beiden Arten von Menschen k\u00f6nnen in der Familie und in der Gesellschaft und auch in der Kirche koexistieren.<\/p>\n

Sie k\u00f6nnen sogar in derselben Person zusammenleben…..<\/p>\n

Manchmal sind wir eher Maria: wir denken nach, lernen und kommen im Verst\u00e4ndnis der Bibel voran, um diese weitergeben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n

Zu anderen Zeiten ist es besser, Martha zu sein, die in der K\u00fcche, im Garten, mit den Kindern usw. besch\u00e4ftigt ist…….<\/p>\n

Ein alter Prediger sagte: „Maria und Martha, ich liebe sie beide: Martha vor dem Essen und Maria danach!<\/p>\n

Wenn wir uns wie Martha f\u00fchlen, lasst uns auch etwas von Maria lernen. Und wenn wir eher wie Maria sind, haben wir wahrscheinlich Lehren bei Martha zu holen.<\/p>\n

C. Streng<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

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