{"id":4262,"date":"2017-04-24T10:15:40","date_gmt":"2017-04-24T09:15:40","guid":{"rendered":"https:\/\/theosnotizen.com\/?p=4262"},"modified":"2017-04-24T10:15:40","modified_gmt":"2017-04-24T09:15:40","slug":"der-gerechte-wird-aus-glauben-leben-herausforderung-risiken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/2017\/04\/24\/der-gerechte-wird-aus-glauben-leben-herausforderung-risiken\/","title":{"rendered":"&#8222;Der Gerechte wird aus Glauben leben&#8220;, Herausforderung, Risiken"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"p1\">\u00ab\u00a0<i>Der Gerechte wird aus Glauben leben\u00a0<\/i>\u00bb, ein als Christ auszulebender Grundsatz<\/h2>\n<p class=\"p3\">Dieser Ausruf Habakuks ist eine Grundregel des christlichen Lebens.<\/p>\n<p class=\"p3\">Paulus zitiert ihn zwei Mal, im R\u00f6merbrief 1.17 und im Galaterbrief 3.11.<\/p>\n<h3 class=\"p3\">\u00ab\u00a0<i>Der Gerechte wird aus Glauben leben\u00a0<\/i>\u00bb Hebr\u00e4er 10.32-39.<\/h3>\n<h4 class=\"p3\">Eine Herausforderung an Christen, die versucht sind, zur\u00fcckzutreten, sich zur\u00fcckzuziehen, sich abzusondern.<\/h4>\n<p class=\"p3\">Der Autor des Hebr\u00e4erbriefs greift Habakuks Text als inspirierter Autor des Neuen Testaments auf.<\/p>\n<h3 class=\"p3\">Einige Angaben \u00fcber den Schreiber<\/h3>\n<p class=\"p3\">Die Identit\u00e2t des Schreibers des Hebr\u00e4erbriefs wird weder im Brief selbst, noch in den \u00e4ltesten Schreiben der Fr\u00fchkirche, nach dem Neuen Testament, angegeben. Er geh\u00f6rte sicher zu Paulus\u2019 Gefolgsleuten, denn er erw\u00e4hnt Timotheus (13.23). Er ist aber nicht Paulus selbst, wegen eines deutlichen Unterschieds in der benutzten griechischen Sprache.<\/p>\n<p class=\"p3\">Paulus nennt sich immer am Anfang und am Ende seiner Briefe. Der Autor des Hebr\u00e4erbriefs bleibt unbekannt, obwohl die angeschriebene Gemeinde ihn kannte (13.19).<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p1\"><em>Erinnert euch an die fr\u00fcheren Tage, als ihr nach eurer Erleuchtung manchen harten Leidenskampf bestanden habt. Ihr seid vor aller Welt beschimpft und gequ\u00e4lt worden, oder ihr seid mitbetroffen gewesen vom Geschick derer, denen es so erging. Denn ihr habt mit den Gefangenen gelitten und auch den Raub eures Verm\u00f6gens freudig hingenommen, da ihr wu\u00dftet, da\u00df ihr einen besseren Besitz habt, der euch bleibt.<\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><em>Werft also eure Zuversicht nicht weg, die gro\u00dfen Lohn mit sich bringt. Was ihr braucht, ist Ausdauer, damit ihr den Willen Gottes erf\u00fcllen k\u00f6nnt und so das verhei\u00dfene Gut erlangt.<\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><em><strong>Denn nur noch eine kurze Zeit, dann wird der kommen, der kommen soll, und er bleibt nicht aus. Mein Gerechter aber wird durch den Glauben leben; doch wenn er zur\u00fcckweicht, habe ich kein Gefallen an ihm.<\/strong><\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><em>Wir aber geh\u00f6ren nicht zu denen, die zur\u00fcckweichen und verlorengehen, sondern zu denen, die glauben und das Leben gewinnen.<\/em><br \/>\nHebr\u00e4er 10.32-39<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2 class=\"p3\">Eine Krisensituation bew\u00e4ltigen<\/h2>\n<h3 class=\"p3\">Christen in Rom, mit j\u00fcdischem Hintergrund, riskieren, ihren Glauben aufzugeben.<\/h3>\n<figure id=\"attachment_4268\" aria-describedby=\"caption-attachment-4268\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/theosnotizen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Rome-la-grande-cite\u0301.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-4268 size-medium\" title=\"Rom, die Weltstadt\" src=\"https:\/\/theosnotizen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Rome-la-grande-cite\u0301-300x132.jpg\" alt=\"aus Glauben leben, Herausforderung, Glaube und Solidarit\u00e4t\" width=\"300\" height=\"132\" srcset=\"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2017\/04\/Rome-la-grande-cite\u0301-300x132.jpg 300w, https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2017\/04\/Rome-la-grande-cite\u0301.jpg 475w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4268\" class=\"wp-caption-text\">Rom, die Weltstadt<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p3\">Angesichts der Feindseligkeit sind sie versucht, in den Sicherheitsbereich ihres urspr\u00fcnglichen Judentums zur\u00fcckzukehren. Oder sie haben vielleicht keinen Kontakt mehr weder mit ihrer christlichen Gemeinschaft, noch mit Nichtchristen. So riskieren sie also jedenfalls, ihren Glauben aufzugeben.<\/p>\n<h4 class=\"p3\">Ein Aufruf nachzudenken, sich zu erinnern<\/h4>\n<p class=\"p3\">Der Schreiber ruft sie auf, zu \u00fcberlegen, sich an das Beispiel zu erinnern, das sie selbst einmal gegeben haben.<\/p>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li3\"><strong>Erinnert euch.<\/strong> Er gemahnt sie an die vergangene Treue der Gemeinde (V. 32)<\/li>\n<li class=\"li3\"><strong>Gebt nicht auf<\/strong>. Dann ruft er sie zur Ausdauer auf (V. 35-39)<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"p3\">Diesen bedr\u00e4ngten Christen wird die Einhaltung von Habakuks gro\u00dfer<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Verhei\u00dfung<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>versprochen: \u00ab\u00a0<strong><i>Der Gerechte wird aus Glauben leben\u00a0<\/i><\/strong>\u00bb<\/p>\n<h3 class=\"p3\">Judentum, ein nur vorl\u00e4ufiger Sicherheitsbereich<\/h3>\n<h4 class=\"p3\">Im r\u00f6mischen Kaiserreich war der j\u00fcdische Glaube eine zugelassene Religion.<\/h4>\n<figure id=\"attachment_4269\" aria-describedby=\"caption-attachment-4269\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/theosnotizen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Rome-aigle.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4269 size-medium\" title=\"Der Adler, Sinnbild der r\u00f6mischer Macht\" src=\"https:\/\/theosnotizen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Rome-aigle-300x264.jpg\" alt=\"aus Glauben leben, Herausforderung, Glaube und Solidarit\u00e4t\" width=\"300\" height=\"264\" srcset=\"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2017\/04\/Rome-aigle-300x264.jpg 300w, https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2017\/04\/Rome-aigle.jpg 329w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4269\" class=\"wp-caption-text\">Der Adler, Sinnbild der r\u00f6mischer Macht<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p3\">Diese verfolgten Christen waren bekehrte Juden. Gesellschaftlich werden sie der in Rom lebenden j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung gleichgestellt. F\u00fcr einen Christen j\u00fcdischer Abstammung war es verlockend, sich im Fall einer Verfolgung in sein urspr\u00fcngliches Judentum zur\u00fcckzuziehen.<\/p>\n<p class=\"p3\">Im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung machte man im r\u00f6mischen Reich noch keinen Unterschied zwischen Juden und Christen. Das r\u00f6mische Gesetz gew\u00e4hrte den<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Juden eine ziemlich g\u00fcnstige Rechtsstellung. Der j\u00fcdische Glaube war eine zugelassene Religion.<\/p>\n<h4 class=\"p3\">Alles wird aber wegen der Unruhen zwischen Juden und Christen in Frage gestellt.<\/h4>\n<h5 class=\"p3\">Die Juden werden aus Rom verjagt.<\/h5>\n<figure id=\"attachment_4270\" aria-describedby=\"caption-attachment-4270\" style=\"width: 223px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/theosnotizen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Temple-empereur-claude.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-4270 size-medium\" title=\"Tempel der Kaiser Claudius\" src=\"https:\/\/theosnotizen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Temple-empereur-claude-223x300.jpg\" alt=\"aus Glauben leben, Herausforderung, Glaube und Solidarit\u00e4t\" width=\"223\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2017\/04\/Temple-empereur-claude-223x300.jpg 223w, https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2017\/04\/Temple-empereur-claude.jpg 261w\" sizes=\"(max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4270\" class=\"wp-caption-text\">Tempel der Kaiser Claudius<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p3\">Suetonus, ein lateinischer Historiker, schreibt: <i>Da die Juden immer wieder Unruhen auf Betreiben des Chrestus \u2013 wahrscheinlich ein Bezug auf Christus- stifteten, hat sie der Kaiser<\/i> <i>Claudius<\/i> im Jahr 49<i> aus Rom vertrieben.<\/i><\/p>\n<p class=\"p3\">Unter ihnen waren auch Aquilas und Priscilla, die Mitarbeiter des Apostels Paulus (Apostelgeschichte 18.2).<\/p>\n<p class=\"p3\">F\u00fcr die r\u00f6mische Macht waren christliche Juden und nichtchristliche Juden ein und das Selbe. Alle werden deshalb in einen Topf geworfen und aus Rom vertrieben.<\/p>\n<p class=\"p3\">Sicher hat es Durcheinander und Unruhen gegeben zwischen Juden, die sich zum christlichen Glauben bekehrten und Juden, die sich letzteren gewaltt\u00e4tig widersetzten. Das sollte nicht verwundern. Mehrere Abschnitte der Apostelgeschichte berichten von Angriffen der Juden auf Paulus und die Neubekehrten.<\/p>\n<h3 class=\"p3\">Mut in der Verfolgung<\/h3>\n<p class=\"p3\">Die Einschr\u00e4nkungen und Schikanen beginnen: Versammlungen werden verboten, aber die Christen j\u00fcdischer Abstammung machen trotzdem weiter. Sie werden eingesperrt, ihr Besitz wird beschlagnahmt.<\/p>\n<h4 class=\"p3\"><em>\u00d6ffentlich blo\u00dfgestellt werden sie dem Spott und den Misshandlungen preisgegeben.<\/em><\/h4>\n<p class=\"p3\"><a href=\"https:\/\/theosnotizen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/rome-tribunal-basilica-julia.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4271 size-medium\" title=\"Rom, der Gericht Basilica Julia\" src=\"https:\/\/theosnotizen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/rome-tribunal-basilica-julia-300x268.jpg\" alt=\"aus Glauben leben, Herausforderung, Glaube und Solidarit\u00e4t\" width=\"300\" height=\"268\" srcset=\"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2017\/04\/rome-tribunal-basilica-julia-300x268.jpg 300w, https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2017\/04\/rome-tribunal-basilica-julia.jpg 329w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Heiden beschuldigen sie schrecklicher Laster und Handlungen, wie Blutschande (so verstehen sie die br\u00fcderliche Gemeinschaft) oder Menschenfresserei (das ist f\u00fcr sie das Abendmahl).<br \/>\nDie anderen Juden werfen ihnen auch vor, an ihrer Verjagung aus Rom schuldig zu sein. Aber die Christen bleiben nicht nur fest, sie geben auch ein gutes Zeugnis der Zusammengeh\u00f6rigkeit mit den Verfolgten ab. Sie zeigen Mitleid, sicher in praktischer Form, mit den Eingesperrten.<\/p>\n<h4 class=\"p3\">Auf dem Forum, in Roms \u00d6ffentlichkeit blo\u00dfgestellt<\/h4>\n<p class=\"p3\"><a href=\"https:\/\/theosnotizen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Rome-forum-1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4275 size-medium\" title=\"Rom, der Forum\" src=\"https:\/\/theosnotizen.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Rome-forum-1-300x254.jpg\" alt=\"aus Glauben leben, Herausforderung, Glaube und Solidarit\u00e4t\" width=\"300\" height=\"254\" srcset=\"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2017\/04\/Rome-forum-1-300x254.jpg 300w, https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2017\/04\/Rome-forum-1.jpg 336w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Sie werden ihres Besitzes beraubt, ihre Wohnungen werden von den Justizbeamten beschlagnahmt, oder sie werden nach ihrer Einkerkerung oder ihrer Verbannung von Fremden besetzt oder sogar mutwillig zerst\u00f6rt. M\u00f6bel und pers\u00f6nliche Sachen werden gestohlen, auf die Stra\u00dfe gestreut, vernichtet\u2026 oder auf dem Forum, dem Stadtplatz, verkauft.<\/p>\n<p class=\"p3\">Aber diese Christen, die ihres Besitzes, ihrer irdischen G\u00fcter beraubt wurden, wissen, dass sie einen besseren Besitz (V. 34b), wertvollere Reicht\u00fcmer haben, weil sie durch Christus mit Gott verbunden leben.<\/p>\n<h4 class=\"p3\">Vor lauter Pr\u00fcfungen kommen die Entmutigung, die Versuchung des R\u00fcckzugs auf<\/h4>\n<p class=\"p3\">Schlie\u00dflich setzen Ersch\u00f6pfung und Mutlosigkeit ein und fressen um sich<\/p>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li3\">&#8211; R\u00fcckkehr zum Judentum, um der Verfolgung zu entkommen? Das ist kein so sicherer Weg mehr seit der vom Kaiser verordneten Verbannung.<\/li>\n<li class=\"li3\">&#8211; Sich bedeckt halten, sich absondern, sich zur\u00fcckziehen? Ist das eine L\u00f6sung auf die Dauer?<\/li>\n<\/ul>\n<h3 class=\"p3\">Warnungen und Ermutigungen<\/h3>\n<p class=\"p3\">Der Schreiber warnt und ermutigt die Hebr\u00e4er.<\/p>\n<p class=\"p3\"><strong><i>Werft euer Vertrauen nicht weg, denn eine gro\u00dfe Belohnung wartet auf euch<\/i> <\/strong>(10.35).<\/p>\n<p class=\"p3\">Diese Gewissheit, diese K\u00fchnheit entwickelt der Christ, indem er auf Gottes Gnade vertraut, der ihm hilft, sein Heil praktisch ausleben. \u00dcber die<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Schwierigkeiten hinaus kann er sein Denken, sein Hoffen auf die versprochene ewige Belohnung richten.<\/p>\n<h2 class=\"p3\">Das Evangelium in einem feindseligen oder gleichg\u00fcltigen Umfeld ausleben<\/h2>\n<p class=\"p3\">Es hei\u00dft aber ja nicht tr\u00e4umen, auf das Leben im Himmel warten und auf Erden passiv bleiben. Nein, da braucht man Ausdauer, Durchhalten, Mut, trotz allem weiter zu machen und nicht alles aufzugeben. Da braucht man K\u00fchnheit, um Christi Beispiel zu folgen, um das Wort in einem feindseligen oder gleichg\u00fcltigen Umfeld weiterhin zu verk\u00fcndigen.<\/p>\n<h3 class=\"p3\">Vergangene und gegenw\u00e4rtige Verfolgungen<\/h3>\n<p class=\"p3\">Damals im Zirkus in Rom zu Tode gerichtet, Dragonnaden gegen die Hugenotten in Frankreich im XVII. Jahrhundert<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>und heute V\u00f6lkermorde, Einsperrungen, Meuchelmorde, Verfolgungen der Christen, Terroranschl\u00e4ge im Mittleren Osten und im Westen.<\/p>\n<h4 class=\"p3\">Gegenw\u00e4rtige Gesinnung<\/h4>\n<p class=\"p3\">Dazu kommt noch die Gesinnung der gegenw\u00e4rtigen westlichen Welt: alle Arten von Spiritualit\u00e4t sind einander gleich\u00a0: \u00ab\u00a0Du hast deine Wahrheit und ich die meine\u00a0\u00bb. \u00ab\u00a0Jede Religion ist ebenso gut, man muss sie nur praktizieren\u00a0\u00bb\u2026 Aber m\u00e4\u00dfig und so unauff\u00e4llig wie m\u00f6glich\u00a0! \u00ab\u00a0Religion geh\u00f6rt in den privaten Bereich!\u00a0\u00bb<\/p>\n<h3 class=\"p3\">K\u00fchnheit und Ausdauer sind notwendig<\/h3>\n<p class=\"p3\">Warum werden K\u00fchnheit und Ausdauer von einer Gemeinde verlangt, die die Verwiklichung der Verhei\u00dfung Gottes erwartet?<\/p>\n<p class=\"p3\">Der Schreiber erkl\u00e4rt es. Wie alle Autoren des Neuen Testaments zitiert er Habakuk in der griechischen \u00dcbersetzung mit einigen inspirierten Ab\u00e4nderungen.<\/p>\n<h3 class=\"p3\">Habakuk neu aufgeleg<\/h3>\n<p class=\"p1\"><em><strong>Denn nur noch eine kurze Zeit, dann wird der kommen, der kommen soll, und er bleibt nicht aus. Mein Gerechter aber wird durch den Glauben leben; doch wenn er zur\u00fcckweicht, habe ich kein Gefallen an ihm.\u00a0<\/strong><\/em>Hebr\u00e4er 10.37-38<\/p>\n<h4 class=\"p3\">\u00ab\u00a0\u2026 f\u00fcr kurze Zeit\u00a0\u00bb Jesaja 26.20. Ist das ein Vorwand f\u00fcr einen R\u00fcckzug\u00a0?<\/h4>\n<p class=\"p3\">Der Schreiber des Hebr\u00e4erbiefs greift zuerst Jesaja 26.20-21 auf, wo geschrieben steht\u00a0:<\/p>\n<p class=\"p1\"><em>Auf, mein Volk, geh in deine Kammern, und verschlie\u00df die T\u00fcr hinter dir! <strong>Verbirg dich f\u00fcr kurze Zeit,<\/strong> bis der Zorn vergangen ist. \u00a0Denn der Herr verl\u00e4\u00dft den Ort, wo er ist, um die Erdenbewohner f\u00fcr ihre Schuld zu bestrafen. Dann deckt die Erde das Blut, das sie trank, wieder auf und verbirgt die Ermordeten nicht mehr in sich.\u00a0<\/em><\/p>\n<p class=\"p3\">Diesen Abschnitt Jesajas las man beim Morgen- und Abendgebet der Fr\u00fchkirche. Die in Rom verfolgten Christen m\u00f6gen ihn benutzt haben, um ihren R\u00fcckzug auf sich selbst, ihre Absonderung zu rechtfertigen.<\/p>\n<h3 class=\"p3\">Aufruf zur Treue<\/h3>\n<p class=\"p3\">Diese Haltung des R\u00fcckzugs verwirft der Schreiber des Hebr\u00e4erbriefs. Er zitiert Habakuk, der Treue empfiehlt und gegen R\u00fcckzug, R\u00fcckgang warnt.<\/p>\n<h4 class=\"p3\">In Vertrauen und Geduld ausharren<\/h4>\n<p class=\"p3\">Habakuk 2.3-4 kann man auf zwei sich erg\u00e4nzende Arten auslegen\u00a0:<\/p>\n<h5 class=\"p3\">&#8211; die Erf\u00fcllung der Vision, des Gesichts erwarten<\/h5>\n<p class=\"p3\"><i>Denn <\/i><b><i>das Gesicht<\/i><\/b><i> gilt noch f\u00fcr die bestimmte Zeit und eilt dem Ende zu und wird nicht tr\u00fcgen\u00a0; wenn es verzieht, so harre seiner, denn es wird gewiss kommen und sich nicht versp\u00e4ten<\/i> (Schlachter)<\/p>\n<h5 class=\"p3\"><b> &#8211; den Herrn<\/b> erwarten, der sicher kommen wird, selbst wenn man gedulden muss.<\/h5>\n<p class=\"p3\">Diese andere Auslegung ist ebenso m\u00f6glich, obwohl sie seltener in den \u00dcbersetzungen aufkommt.<\/p>\n<h3 class=\"p3\">Der Hebr\u00e4erbrief verdeutlicht Habakuks Gesicht<\/h3>\n<p class=\"p3\">Der, der kommen soll, wird kommen und sich nicht versp\u00e4ten.<\/p>\n<p class=\"p5\"><span class=\"s1\">Der, der kommen soll, wird kommen \u00ab<\/span>\u00a0<span class=\"s2\">\u03bf\u0314<\/span> <span class=\"s2\">\u03b5\u0313<\/span>\u03c1\u03c7\u03bf\u0301\u03bc\u03b5\u03bd\u03bf\u03c2 <span class=\"s3\">\u1f21<\/span>\u0301\u03be\u03b5\u03b9\u00a0\u00bb ist eine messianische Bezeichnung Christi. Sie k\u00fcndigt ein unbedingt sicheres Ereignis an\u00a0: die k\u00fcnftige herrliche Wiederkunft des Herrn.<\/p>\n<h3 class=\"p5\">Treue, Fortschritt oder R\u00fcckgang<\/h3>\n<p class=\"p5\">Zwei Einstellungen werden einander entgegengesetzt\u00a0: <b>die Treue,<\/b> der Fortschritt und <b>der Ausstieg<\/b>, der R\u00fcckzug.<\/p>\n<h4 class=\"p5\"><b>Treue<\/b>\u00a0: <i>Der Gerechte wird aus seinem Glauben leben<\/i><\/h4>\n<p class=\"p5\">Der Glaube kommt bei der Bekehrung auf. Er besteht dann immer fort und beweist seine Treue zu Christus in den Schwierigkeiten, im Leiden. Er h\u00e4lt Stand, selbst wenn keine Befreiung eintritt, wie es mehrere Glaubenshelden am Ende des Kapitels 11 bezeugen.<\/p>\n<h4 class=\"p5\"><b>Ausstieg<\/b>\u00a0: <i>Wer aber mutlos aufgibt, mit dem will ich nichts zut un haben<\/i> (10.38).<\/h4>\n<p class=\"p3\"><i> <\/i>Wer aufgibt, sich zur\u00fcckzieht, ist derjenige, der strauchelt, der zusammenklappt.<\/p>\n<h4 class=\"p3\">Das t\u00f6dliche Risiko des R\u00fcckzugs<\/h4>\n<p class=\"p3\">Der Schreiber warnt diejenigen, die versucht sein k\u00f6nnten, dem Leiden und der Entt\u00e4uschung zu entkommen, indem sie sich auf sich selbst verschlie\u00dfen, sich verbergen, sich von der Gemeinde absondern. Ihm zufolge f\u00fchrt das direkt zum Verrat, zum Abfall.<\/p>\n<p class=\"p3\">Texte Hb 10. 39 Gute Nachricht<\/p>\n<p class=\"p3\">Wir\u00a0: Der Schreiber des Briefs stellt sich neben diese bedr\u00e4ngten Christen. Er will sie ermutigen, ihre Treue zu Christus zu zeigen und so die Festigkeit ihres Glaubens zu sichern. Hier handelt es sich nicht um den gesetzlichen Aspekt der Rechtfertigung aus Glauben (Galater und R\u00f6mer) sondern um ihre praktische Umsetzung.<\/p>\n<h2 class=\"p3\">Treu bleiben und das Leben gewinnen<\/h2>\n<p class=\"p3\">Wie kann ein Christ seines schliesslichen Heils sicher sein, aus welchem Grund kann er hoffen, dieses Ziel zu erreichen\u00a0?<\/p>\n<h3 class=\"p3\">Treu bleiben und das Leben gewinnen<\/h3>\n<p class=\"p3\">Hier geht es nicht um den bei der Bekehrung bezeigten Glauben. Es handelt sich um den st\u00e4ndig nach der Verpflichtung der Bekehrung bezeigten Glauben. Es ist eine Treue unter Spannung in allen leichten oder schweren Lebenslagen.<\/p>\n<p class=\"p3\">Diese Warnung an Christen in einer Krisenlage kann einem streng vorkommen. Aber der Autor zeigt sich gewiss, dass sie trotz allem durchhalten werden, indem sie den Glauben, die ausdauernde Treue wahren, bis sie zu ihrem Herrn geholt werden.<\/p>\n<h3 class=\"p3\">Eine Treue in Spannung, die Risiken eingeht<\/h3>\n<h4 class=\"p3\">Die Risiken der Ehrlichkeit, die sich nichts vormacht<\/h4>\n<p class=\"p3\">Sein Christenleben in einer festen Treue weiter zu f\u00fchren, erfordert eine wohl bedachte Ehrlichkeit, die sich nicht selbst bel\u00fcgt. Man muss die Gefahr einsehen, m\u00fcde zu werden und sogar alles fahren zu lassen, weil die Schwierigkeiten zu gro\u00df und der Druck zu heftig werden, oder einfach infolge gewisser Lebensumst\u00e4nde. So sind einige ihrem Auftrag gewidmete und vielversprechende Christen aus dem Verkehr verschwunden.<\/p>\n<p class=\"p3\">Der Glaube bew\u00e4hrt sich in der t\u00e4glichen Treue, in der Festigkeit, in der Ausdauer. Ihn begleitet die feste Zuversicht in Gottes Versprechen trotz der Widrigkeiten und der Entt\u00e4uschungen.<\/p>\n<h4 class=\"p3\">Die Risiken angesichts der uns umgebenden Gesinnung<\/h4>\n<p class=\"p3\">Der Glaube ist auch des Risikos bewusst, sich von den durch die \u00f6ffentliche Meinung<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>auferlegten Selbstverst\u00e4ndlichkeiten mitrei\u00dfen zu lassen. Man muss aber sein Denkverm\u00f6gen,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>die \u00dcberlegung anwenden, um der umgebenden Gesinnung gegen\u00fcber eine christliche Haltung anzunehmen.<\/p>\n<h2 class=\"p3\">Glaube und Solidarit\u00e4t in einer leidenden Welt<\/h2>\n<p class=\"p3\">Inwiefern betrifft uns heute der in Hebr\u00e4er aufgegriffene Aufruf Habakuks zum Glauben\u00a0? Ein ungleicher Aufeinanderprall von zwei Zivilisationen im fernen Altertum,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Werte einer christlichen Kirche im Widerspruch zu denen der heidnischen Welt des ersten Jahrhunderts\u00a0? Dramen der Geschichte und Werteunvereinbarkeit dauern seit Jahrhunderten an. Und gehen heute noch weiter\u2026<\/p>\n<p class=\"p3\">Diese Texte k\u00f6nnen uns pers\u00f6nlich ansprechen\u00a0: solche tragischen Situationen haben die biblischen Autoren nicht nur beschrieben, sondern selber mit den Leidenden mitgemacht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3905\" aria-describedby=\"caption-attachment-3905\" style=\"width: 387px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3905\" src=\"https:\/\/theosnotizen.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/cascade-quebec.jpg\" alt=\"aus Glauben leben, Herausforderung, Glaube und Solidarit\u00e4t\" width=\"387\" height=\"296\" srcset=\"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2016\/01\/cascade-quebec.jpg 482w, https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-content\/uploads\/sites\/7\/2016\/01\/cascade-quebec-300x230.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 387px) 100vw, 387px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3905\" class=\"wp-caption-text\">Wasserfall neben Lake St Jean Quebec<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p3\">Diese leidende Welt mit ihrem schrecklichen Drama hat derart auf Habakuks Haut geklebt, dass er aus Unverst\u00e4ndnis und Not aufgeschrien hat.<\/p>\n<p class=\"p3\">Aber wer hat beim Anh\u00f6ren seiner Prophetie etwas in seinem Verhalten ge\u00e4ndert, wer hat den Glauben an Gott, die Treue zu ihm gew\u00e4hlt? Man dachte, ohne Bu\u00dfe, ohne Weh durchzukommen. Er aber wusste, dass die Zerst\u00f6rung unververmeidlich war und dass er sie auch durchmachen w\u00fcrde. Gott stellt er Fragen, aber er beschuldigt ihn nie.<\/p>\n<p class=\"p3\">Er schreit vor Weh, aber es sind auch Schreie des Glaubens und der Hoffnung, die angesichts aller Verzweiflungen, aller Feigheiten, aller Kompromisse ert\u00f6nen, ein ersch\u00fctternder Schrei\u00a0: \u00ab\u00a0Aus Glauben wird der Gerechte leben!\u00a0\u00bb<\/p>\n<p class=\"p3\">Christ garantiert einem nicht, den Problemen und dem Unheil des Lebens zu entkommen. In der Welt geh\u00f6rt der Christ zu denen, die Wirtschaftskrisen, Seuchen, Kriege, Erdbeben und Terroranschl\u00e4ge erleiden, wenn auch etliche manchmal unverhofft verschont bleiben.<\/p>\n<p class=\"p3\">All diese Katastrophen, all dieses Leid sind Hilferufe, auf die wir antworten m\u00fcssen. Nein, ein Christenleben verl\u00e4uft nicht auf einer abgesicherten Insel\u2026<\/p>\n<p class=\"p3\">Ein Christ sitzt nicht in einem Zug, der ins Jenseits unterwegs ist und nichts von der durchfahrten Welt aufnimmt. Sich von den Leidenden zu distanzieren, sie in die Kategorie der \u00ab\u00a0Unbekehrten\u00a0\u00bb oder der \u00ab\u00a0Fl\u00fcchtlinge\u00a0\u00bb zu ordnen, um ihnen jede Hife zu verweigern, ist eine Schande. Achten wir auf die Bed\u00fcrfnisse an materieller oder seelischer Unterst\u00fctzung, an Solidarit\u00e4t in unserer N\u00e4he wie auch in der Ferne\u00a0! Wir k\u00f6nnen mindestens beten, ein Wort der Ermunterung sagen, uns aber auch praktisch einsetzen. Es gibt genug christliche und andere karitative Werke, bei denen wir mithel-fen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3 class=\"p3\">Aufruf zu konstruktiver Busse<\/h3>\n<p class=\"p3\">Es ist auch ein Aufruf zur Bu\u00dfe, aber nicht zur Busse derjenigen, die Gott nicht kennen und sich zu ihm wenden m\u00fcssen, um gerettet zu werden.<\/p>\n<p class=\"p3\">Busse sollen wir tun, wir alle und auch ich, wenn ich meiner Hoffnung nicht treu bin, wenn ich in meinem Glauben wanke, weil Gott nicht nach meiner Auffassung oder meinem Wunsch geantwortet hat.<\/p>\n<p class=\"p3\">Ein Blick auf die lange Dauer, ein Aufruf, eine Verpflichtung, sich im Herrn zu freuen, ihn zu loben, anstatt \u00fcber sich zu klagen.<\/p>\n<h3 class=\"p3\">Der Hebr\u00e4erbrief, ein schmaler Weg zwischen Konformismus und Absonderung<\/h3>\n<h4 class=\"p3\">Konformismus\u00a0?<\/h4>\n<p class=\"p3\">R\u00fcckkehr zum Judentum, zur \u00f6ffentlich (noch) anerkannten, aber immer weniger geduldeten Religion.<\/p>\n<p class=\"p3\">Was bleibt vom Wohlf\u00fchlbereich noch \u00fcbrig\u00a0? Ja, Sie k\u00f6nnen Ihre Religion aus\u00fcben, aber\u2026 Und wenn Sie Ihre \u00dcberzeugungen etwas zu deutlich vorzeigen, werden Sie ihre heidnischen Nachbarn schon wieder zur Vernunft bringen, indem sie Ihren Besitz auspl\u00fcndern oder noch schlimmer\u2026<\/p>\n<p class=\"p3\">Konformismus\u00a0: sich in die Unzahl der \u00ab\u00a0\u2013ismen\u00a0\u00bb verd\u00fcnnen, versenken. Setzen Sie vor das \u2013ismus, was ihnen beliebt. Den \u2013ismus auswechseln ohne Bekehrung zu Christus. Man kommt in einem \u2013ismus zur Welt, bleibt darin, stirbt darin, ohne einmal nach dem Warum zu fragen.<\/p>\n<p class=\"p3\">Anpassung an die Werte der Mehrheit, des Pluralismus der heutigen Zeit\u00a0! Heute wird viel seltener gesagt\u00a0: \u00ab\u00a0Ich glaube nur an den Fortschritt der Menschheit\u00a0\u00bb Jetzt h\u00f6rt man eher\u00a0:\u00a0\u00ab\u00a0Man nehme eine Handvoll christliche Spiritualit\u00e4t, etwas Hinduismus, geben Sie etwas Esoterik dazu und verd\u00fcnnen Sie das Ganze in einer kleinen Sauce Religionsaus\u00fcbung\u2026\u00a0\u00bb<\/p>\n<h4 class=\"p3\">Absonderung, Gesinnung einer belagerten Festung<\/h4>\n<p class=\"p3\">Keine gesellschaftliche Beziehungen zu \u00ab\u00a0Weltmenschen!\u00a0\u00bb, wie etliche so sagen. Als ob ein Christ auf einem besonderen Planeten leben w\u00fcrde und nicht in der Welt, die Christus so sehr geliebt hat, dass er zu ihrer Errettung gestorben ist. Solche Absonderung erspart einem, mit Werten konfrontiert zu werden, die man nicht guthei\u00dft, die nicht die seinen sind. Wie kann man dann aber dieser undifferenzierten Masse \u00ab\u00a0Weltmenschen\u00a0\u00bb\u00a0seinen Glauben \u00bb bezeugen\u00a0?<\/p>\n<p class=\"p3\">T\u00e4uschen wir uns nicht\u00a0! Die christlichen Traktate unter all den Reklamebl\u00e4ttern in den Briefk\u00e4sten bringen nicht viel, besonders in unseren westlichen L\u00e4ndern. Die christlichen Kalender werden vielleicht gelesen, aber dabei bleibt es oft. Die Webseiten bieten die Gelegenheit, sich zu informieren, erlauben aber auch, sich herauszuhalten.<\/p>\n<p class=\"p3\">Wie kann man dann ein echtes Zeugnis mit der Gesinnung einer belagerten Festung vorbringen? Mit Bibelversen um sich werfen\u2026 Vor Leuten, die man nicht kennen lernen will\u00a0?<\/p>\n<h3 class=\"p3\">Keine Evangelisation ohne direkten Kontakt. Lieber ein Lebenszeugnis\u00a0!<\/h3>\n<p class=\"p3\">Evangelisation ohne personlichen Kontakt und ohne Begleitung kann kaum etwas fruchten. Nur ein Zeugnis christlichen Lebens, das sich die M\u00fche gibt, mit den Leuten Kontakt aufzunehmen, das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ihre Interessen, ihre Sorgen, ihre \u00c4ngste zeigt, macht ihnen Lust, mehr zu erfahren.<\/p>\n<p class=\"p3\">Solch ein Lebenszeugnis ist einem jeden m\u00f6glich, je nach seinen F\u00e4higkeiten und seiner freien Zeit.<\/p>\n<p class=\"p3\">Einige freundschaftliche Beziehungen im Viertel, im Dorf oder in der Stadt. Beteiligung an Aktivit\u00e4ten, die den Kontakt mit Nichtchristen erm\u00f6glichen\u00a0: erholende oder sportliche Treffen oder Ferienaufenthalte\u2026<\/p>\n<p class=\"p3\">F\u00fcr sich selbst die Grundlagen des christlichen Glaubens festlegen\u00a0: vor allem Fleischwerdung, Tod une Auferstehung Christi. Wissen, warum man Christ werden wollte.<\/p>\n<p class=\"p3\">Und das dann vertiefen\u2026 Seinen Glauben mit einfachen, nat\u00fcrlichen Worten erkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Damit wird das Zeugnis lebendig, kreativ, auf die Dauer verbindlich und achtet auf die Person. Die G\u00f6tzen des Pluralismus halten vor Christi Kreuz nicht Stand und man braucht oft lange Stunden Geduld und Freundschaft, bis es angenommen wird. Und manchmal k\u00f6nnen Jahre vergehen, bevor eine echte Ver\u00e4nderung sichtbar wird. Ein Risiko, das man eingehen muss, eine Herausforderung an jeden von uns, und besonders an mich.<\/p>\n<p class=\"p3\">C. Streng<\/p>\n<p class=\"p3\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch R\u00fcckzug oder Ansonderung versuchte Christen fordert der Schreiber des Hebr\u00e4erbriefs mit Habakuks Ausspruch heraus : \u00ab Der Gerechte wird aus Glauben leben \u00bb. Er warnt auch : \u00ab Wenn er sich aber zur\u00fcckzieht, habe ich keinen Gefallen an ihm \u00bb.<br \/>\nF\u00fcr einen chritslichen Wandel, der nach dem Grundsatz des Glaubens mit seinen Herausforderungen und Risiken ausgelebt wird. F\u00fcr ein ausgeglichenes, solidarisches Verhalten in schwierigen Verh\u00e4ltnissen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4266,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[84],"tags":[99,100,174,175,176,177],"class_list":["post-4262","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-vertiefen","tag-aus-glauben-leben","tag-hebraeerbrief","tag-juedische-glaube","tag-leiden","tag-rom","tag-suetonus","entry","has-media"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4262","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4262"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4262\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4266"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4262"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4262"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4262"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}