{"id":4027,"date":"2016-02-23T15:54:10","date_gmt":"2016-02-23T14:54:10","guid":{"rendered":"http:\/\/theosnotizen.com\/?p=4027"},"modified":"2016-02-23T15:54:10","modified_gmt":"2016-02-23T14:54:10","slug":"psalm-133","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/2016\/02\/23\/psalm-133\/","title":{"rendered":"Psalm 133 – Wie wohlfreud und sch\u00f6n f\u00fcr Br\u00fcder"},"content":{"rendered":"
Wie wohltuend, wie sch\u00f6n, wenn Br\u00fcder<\/strong> beieinander bleiben und sich gut verstehen\u00a0! Das ist wie das gute, duftende \u00d6l, aufs Haar des Priesters Aaron gegossen, das hinunterrinnt in seinen Bart, bis zum Halssaum seines Gewandes. Das ist wie erfrischender Tau vom Hermon, der sich niedersenkt auf den Zionsberg. Dort will der Herr seinen Segen schenken, Leben, das f\u00fcr immer besteht.<\/em><\/p><\/blockquote>\n
Dies ist ein ganz kurzer Psalm, der vertont wurde und den man mit Begeisterung w\u00e4hrend der Gottesdienste und der Versammlungen sang, vor allem den Vers 1, denn auf den ersten Blick k\u00f6nnen einem die beiden folgenden Verse etwas seltsam vorkommen. Es ist ein Loblied auf die Bruderliebe und da kann man sich fragen, was Aarons Bart damit zu tun hat, der mit \u00d6l getr\u00e4nkt ist, das dann auf die Kleider tropft. Diesselbe Frage gilt auch f\u00fcr den Berg Hermon, der sicher den wenigsten bekannt ist. Diese ziemlich unerwarteten Bilder sagen uns etwas \u00fcber die br\u00fcderliche Gemeinschaft<\/em>. Die Verse 2 und 3 beginnen jeweils mit \u00ab\u00a0das ist wie\u2026\u00a0\u00bb. Sie erkl\u00e4ren, was der Dichter David \u00fcber die zarte Freude sagen wollte, die man empfindet, wenn man beieiander ist oder wohnt.<\/p>\n
\u00a0 <\/span>1.\u00a0 <\/span>Der Text\u00a0: ein Lied zu singen auf dem Weg nach Jerusalem (Psalme 120-134)<\/h2>\n
In feierlichem Zug nach Jerusalem hinaufpilgern<\/p>\n
Oder Lieder zu singen auf den Stufen des Tempels\u00a0?<\/p>\n
Sie geh\u00f6ren also zum Ritual des Pilgers, der in Jerusalm ankommt.<\/p>\n
A. Die Br\u00fcder\u00a0?<\/h3>\n
Wer sind diese versammelten Br\u00fcder\u00a0? Im Alten Testament bezeichnete das Wort \u00ab\u00a0Bruder\u00a0\u00bb<\/p>\n
\n
- die Kinder der gleichen Vater und Mutter (Genesis 4.8), sowie den Halbbruder oder die Halbschwester (Genesis 20.16\u00a0; 37.4),<\/li>\n
- die Glieder der selben Familie (Vetter, Neffe, wie z. B. Abraham und Lot, usw.),<\/li>\n
- oder die Mitglieder des selben Stamms (Genesis 31.32) oder des selben Volks (Exodus 2.11\u00a0; Levitikus 25.25\u00a0; Numeri 25.18\u00a0; R\u00f6mer 9.3).<\/li>\n<\/ul>\n
Das Wort \u00ab\u00a0Bruder\u00a0\u00bb bezeichnet auch einen engen Freund (David und Jonathan, 2. Samuel 1.26) oder einen Verb\u00fcndeten (als Ausdruck der Achtung, Numeri 20.14) oder seinen N\u00e4chsten (Deuteronomium 15.12). Der Begriff der Br\u00fcderlichkeit beinhaltet auch immer den Aspekt der gegenseitigen Solidarit\u00e4t und Verantwortlichkeit. Niemand darf wie Kain fragen\u00a0:\u00a0\u00ab\u00a0Soll ich st\u00e4ndig auf meinen Bruder aufpassen<\/em>\u00a0?\u00a0\u00bb (Gn 4.9)<\/p>\n
Die Br\u00fcder sind die Glieder des Volkes Gottes<\/h4>\n
Das hebr\u00e4ische Volk ist eine grosse Familie von Br\u00fcdern. In diesem Psalm liegt es auf der Hand, dass die betreffenden Br\u00fcder die Glieder des hebr\u00e4ischen Volks sind, die sich im Tempel\u00a0 <\/span>in Jerusalem zu einem der drei grossen j\u00e4hrlichen sogenannten \u00ab\u00a0Pilger\u00a0\u00bb-feste versammelt haben. Zusammen mit den Einwohnern Jerusalems haben sie sich zu einer grossen Feier versammelt. Diese Br\u00fcder sind, sitzen, wohnen beieinander. Wie sch\u00f6n\u00a0! Jeder Zwist, jede Uneinigkeit ist vergessen.<\/p>\n
Was bedeutet das \u00d6l\u00a0?<\/h4>\n
Welches Verh\u00e4ltnis soll man zwischen dem auf den Kopf gegossenen \u00d6l<\/strong>, Aarons Bart, dem Gewandsaum und dem Tau, der von einem Berg auf einen anderen fliesst, sehen\u00a0? Was soll das bedeuten\u00a0?<\/p>\n
Das erinnert einen an die \u00d6lsalbung, die den K\u00f6nigen, den Propheten und den Priestern gew\u00e4hrt wurde. Diese Salbung ist vor allem das Zeichen der Gegenwart Gottes<\/b> \u00fcber dem, der sie erh\u00e4lt. Sie ist auch das Zeichen eines Auftrags<\/b>, der ihm von Gott in der Welt aufgegeben wird. Gottes Gegenwart in seiner Liebe und der Dienst an anderen geh\u00f6ren zusammen. So besteht ein rechtes Verh\u00e4ltnis<\/b> zu Gott darin, viel von ihm zu bekommen, um den anderen viel weiterzugeben.<\/p>\n
Wer diese Salbung empfing, hiess auf Hebr\u00e4isch \u00ab\u00a0Messias\u00a0\u00bb, was auf Griechisch mit \u00ab\u00a0Christos\u00a0\u00bb \u00fcbersetzt wird. \u00ab\u00a0Christus\u00a0\u00bb ist also kein Familiennname f\u00fcr Jesus und auch kein ihm vorbehaltener Titel. Dieser Titel betrifft denjenigen, dem man ein besonderes Machtbefugnis zum Regieren oder zum Weissagen anerkannte, weil Gottes Gegenwart auf ihm war. Dieses Sinnbild des \u00d6ls als Veranschaulichung von Gottes Gegenwart wurde nicht per Zufall so gew\u00e4hlt\u00a0: man denke nur an all die Benutzungen des \u00d6ls in der mittelmeerischen Kultur\u00a0:<\/p>\n
\n
- \u00d6l ist eines der Grund<\/strong>nahrungsmittel\u00a0<\/b>: mit Oliven\u00f6l und Mehl bereitet man Fladen zu, z. B. in der Geschichte Elijas bei der Witwe in Sarepta.<\/li>\n
- \u00d6l brauchte man auch als Brennstoff in den Lampen<\/b>\u00a0; es ist also eine Lichtquelle. Dieses Bild des \u00d6ls als Brennstoff kommt als Sinnbild in einem Gleichnis Jesu wieder vor.<\/li>\n
- \u00d6l benutzte man auch, um Wunden zu pflegen<\/b> und um Schmerzen zu lindern, als Salbe. Der barmherzige Samariter giesst \u00d6l auf die Wunden des Verletzten.<\/li>\n<\/ul>\n
\u00d6l ist auch ein Bild f\u00fcr das, was Gott uns durch seine Gegenwart in uns schenkt.<\/h4>\n
\n
- So wie unser K\u00f6rper Nahrung braucht, so muss auch unser geistliches Leben vom Heiligen Geist gen\u00e4hrt werden, den Gott uns schickt. Dann kann sich unser geistliches Leben entfalten.<\/li>\n
- \u00ab\u00a0Der Mensch lebt nicht nur von Brot, er lebt auch von jedem Wort, das Gott spricht<\/em>\u00a0\u00bb (Matth\u00e4us 4.4) und wir wissen ja, dass Christus Jesus unser \u00ab\u00a0Lebensbrot<\/em>\u00a0\u00bb ist.<\/li>\n
- Gottes Wort erleuchtet uns, es gibt unserem Leben Sinn, es vertreibt unsere \u00c4ngste, so wie eine Lampe uns nachts hilft. Auch in dieser Hinsicht ist Christus f\u00fcr uns das \u00ab\u00a0Licht der Welt<\/em>\u00a0\u00bb.<\/li>\n
- Zuletzt ist Gottes Gegenwart wie eine Salbe auf unserem Herzen, die uns Trost und Heimlichkeit bringt.<\/li>\n<\/ul>\n
Der Psalm 133 geht sehr weit, indem er uns sagt, dass wir das alles auch in einem br\u00fcderlichen Verh\u00e4ltnis mit einem anderen finden werden. In der Einheit mit Geschwistern sch\u00f6pft man Licht, Nahrung und Leben f\u00fcr sein Dasein. Wenn man so lebt, dann ist es, wie wenn Gott selbst zu uns k\u00e4me, um unser Leben zu erneuern. In der zueinander erlebten Liebe bekommen wir Gottes Geschenke, seinen Segen, seinen Geist, sein Wort. Indem wir uns den Anderen \u00f6ffnen, \u00f6ffnen wir uns auch Gott. Dergleichen wird auch Christus das ganze Gesetz in allen Lagen mit \u00ab\u00a0Liebe deinen N\u00e4chsten wie dich selbst\u00a0!<\/em> \u00bb zusammenfassen, ein Gebot, von dem es heisst, es sei dem anderen gleich\u00a0: \u00ab\u00a0Liebe Gott von ganzem Herzen\u00a0!<\/em>\u00a0\u00bb<\/p>\n
Der Kopf und der Bart<\/h4>\n
Dieses Segnungs\u00f6l, dieses \u00ab\u00a0gute \u00d6l\u00a0\u00bb rieselt, wie es der Psalm beschreibt, vom Kopf bis in den Bart. Im Hebr\u00e4ischen bezeichnet das Wort \u00ab\u00a0Kopf\u00a0\u00bb ebenfalls den Anfang oder die Jugend. Und das Wort \u00ab\u00a0Bart\u00a0\u00bb bedeutet auch \u00ab\u00a0das Alter\u00a0\u00bb. Wir d\u00fcrfen also sagen, dass das ganze Leben durch die Bruderliebe und Gottes Segen erhellt wird. Das Leben eines jeden unter uns, von Geburt an bis zum Tod, wird von Gott gen\u00e4hrt, erleuchtet und gepflegt, in Verbindung mit denen, die als Br\u00fcder zu leben verstehen. Das kann man in jedem Alter erleben und geniessen, von der kleinsten Kindheit an bis ins h\u00f6chste Alter\u00a0; da liegt verborgen das allgemeing\u00fcltige Geheimnis des Guten, des Gl\u00fccks des Segens und der Ewigkeit.<\/p>\n
Aarons Bart<\/h4>\n
Betrachtet man den Text etwas genauer, so merkt man, dass es da eigentlich zwei B\u00e4rte gibt und der zweite ist Aarons Bart. Aaron war Moses Bruder und Sprachrohr, Israels Hohepriester\u00a0; er war an sich das Sinnbild der Beziehung zu Gott\u2026 und auf Hebr\u00e4isch bezeichnet das Wort \u00ab\u00a0Bart\u00a0<\/em>\u00bb auch die Macht oder die Autorit\u00e4t. Was hier im Spiel ist, ist also die St\u00e4rke unserer Beziehung zu Gott. Und die Kraft unseres Verh\u00e4ltnisses zu Gott wird durch diese wertvolle Salbe der Bruderliebe durchflutet, gen\u00e4hrt, erhellt und verst\u00e4rkt. Liebe ist was ein ganzes Leben, auch das geistliche oder religi\u00f6se Leben erneuert und erhellt. Ohne Liebe w\u00fcrde es unserem geistlichen Wesen an Licht, Nahrung und Leben fehlen (vgl. 1 Kor 13).<\/p>\n
Der Gewandsaum \u2013 die Tsitsits<\/h4>\n
Dann lesen wir, dass das \u00d6l bis zu Aarons Gewandsaum rinnt. Das bezieht sich auf die rituellen Fransen, die die Juden an den Rand ihrer Kleider n\u00e4hten und \u00ab\u00a0Tsitsits\u00a0\u00bb nannten<\/p>\n
4 Moses 15.38-40\u00a0:<\/p>\n
Die Israeliten und alle ihre Nachkommen sollen Quasten an den vier Zipfeln des Tuches anbringen, das sie als Obergewand tragen. An jeder Quaste muss eine violette Kordel sein. Jedesmal, wenn ihr die Quaste seht, sollen sie euch an meine Gebote erinnern. Sie sollen euch mahnen, dass ihr nach meinen Weisungen lebt und euch nicht von euren Gedanken und euren l\u00fcsternen Augen zum Ungehorsam verleiten l\u00e4sst. Dann werdet ihr ein heiliges Volk sein, ein Volk, das seinem Gott ganz geh\u00f6rt.<\/em><\/p><\/blockquote>\n
Die Fransen sind da, um den Gl\u00e4ubigen an Gottes Gebote zu erinnern, die er einhalten soll. Im Spiel ist also diesmal der Gehorsam Gottes Willen<\/strong>, die Treue ihm gegen\u00fcber. Zudem kann bemerkt werden, dass f\u00fcr den Psalmisten die Einhaltung dieser Regel nicht das Wichtigste ist, sondern hinter dem personlichen Verh\u00e4ltnis zu Gott, nach dem Herzensglauben kommt<\/strong>. Jedenfalls kann schlussendlich die Einhaltung der Gebote in dieses einzige Gebot zusammengefasst werden, das eigentlich die Botschaft des Evangeliums\u00a0darstellt : seinen N\u00e4chsten lieben. Mit seinem Bruder in der Eintracht leben ist, was volle Gen\u00fcge in unser Leben, in unsere Beziehung zu Gott, in unseren Gehorsam dem Wort Gottes gegen\u00fcber bringt.<\/p>\n
B. Der vom Hermon herunterrinnende Tau (2. Bild)<\/h3>\n
Nach dem \u00d6l beschreibt der Tau die Bruderliebe. In halb\u00f6den L\u00e4ndern ist Tau eine wahre Lebensquelle. Wenn die Propheten von den messianischen Zeiten tr\u00e4umen, gibt es immer Wasser in F\u00fclle, Fl\u00fcsse und Str\u00f6me. In D\u00fcrrezeiten erm\u00f6glicht es der Tau am Morgen den Pflanzen zu \u00fcberleben. \u00dcberraschend ist hier, dass der Tau vom Hermon kommt, d.h. von einem 2 8OO Meter hohen Berg, der oft mit Schnee bedeckt ist. Dort entspringt der Jordan und das Wasser vom Hermon bew\u00e4ssert das ganze Palestina. Der Berg Hermon liegt an der Nordgrenze Israels mit dem Libanon, mit Nachbarn, die sich manchmal kaum br\u00fcderlich benehmen. Und gerade von daher, sagt der Psalm, kann der echte Segen kommen. Das Wasser fliesst vom Hermon herunter und ergiesst sich \u00fcber die Berge Zions \u2013 d. h. Jerusalem, im S\u00fcden Palestinas. Unser Glaube kann nur dadurch leben, dass wir in Verbindung mit aussen stehen, dass wir den Austausch mit den anderen annehmen, mit denen, die nicht unsere Br\u00fcder oder unseresgleichen sind. Schotten wir uns von der Aussenwelt ab, so werden mir verkommen. Wir m\u00fcssen uns \u00f6ffnen, mit unseren Br\u00fcdern verbunden leben, aber auch den anderen und sogar den Feind aufnehmen.<\/p>\n
Der Berg Zion<\/strong> ist wo Jerusalems Tempel steht, das Sinnbild von Gottes Wohnst\u00e4tte. Und es ist wohl wahr, dass unser Glaube immer auszutrocknen droht. Er braucht eine Quelle lebendigen Wassers, um wie ein gr\u00fcnender, fruchtbarer Garten zu bleiben und keine \u00f6de und unfruchtbare W\u00fcste zu werden.<\/p>\n
Deshalb ist das Wasser, wie auch das \u00d6l, ein Bild von Gottes Gegenwart. Diese frische Lebensquelle entspringt schliesslich aus dem Bewusstsein, dass wir als Br\u00fcder verbunden leben. Das kann unser eigenes Verh\u00e4ltnis zu Gott, unseren Glauben bew\u00e4ssern.<\/p>\n
In diesem Psalm veranschaulichen mehrere literarische Verfahren, dass was die Br\u00fcder im Vers 1 erleben und der Segen im Vers 3 eng miteinander verbunden sind. Diese beiden parallelen Zeilen k\u00f6nnen als sich gegenseitig widerspiegelnd gelesen werden. Die Verbundenheit der Br\u00fcder hat mit der Gnade des ewigen Lebens zu tun. Die Hervorhebung des \u00ab\u00a0Herabrinnens\u00a0\u00bb der Sinnbilder unterstreicht, dass die Verbundenheit der Br\u00fcder im Segen des f\u00fcr immer bestehenden Lebens immer von oben kommt. Sie ist eine geschenkte Gnade, kein Anrecht.<\/strong><\/p>\n
Diese Bewegung nach unten f\u00fchrt zum Schluss. Was diese Br\u00fcder verbindet, ist ein gemeinsamer Segen. Sie sind Br\u00fcder, zuerst einmal weil sie dasselbe Erbe geniessen\u00a0: Leben ohne Ende. Die Freude, die ihnen zusteht, kommt nicht einfach daher, dass sie Br\u00fcder sind, oder Br\u00fcder miteinander, sondern dass sie in der Anbetung des barmherzigen Herrn verbunden sind, der ihnen das Leben ohne Ende geschenkt hat. Die gemeinschaftliche Anbetung des Herrn als Lebensquelle, ist es, die \u00ab\u00a0so wohltuend und so sch\u00f6n\u00a0\u00bbist. Dieses Heil, dieses Leben ist eine Gnade, ein Segen, mitten im Bund zwischen Gott und seinem Volk. Die beiden Vergleiche, das Weih\u00f6l und der Tau, heben Gottes Segen hervor und jeder versinnbildlicht diese Gnade Gottes. Da geschieht die F\u00fclle des Verh\u00e4ltnisses zu Gott\u00a0: in der Bruderliebe und in der Offenheit den weniger nahen gegen\u00fcber und auch da \u00ab\u00a0rieselt\u00a0\u00bb Gottes Segen auf uns herunter und da rinnt sogar das Leben zu uns vom Hermon herunter, von aussen her. Und da, eben da findet man den Segen und das ewige Leben.<\/p>\n
Schluss<\/h3>\n
Echte Einheit unter Br\u00fcdern ist nur dank dem Segen des ewigen Lebens in Jesus Christus m\u00f6glich. Ewiges Leben gibt es nur in ihm. Er sagt\u00a0: \u00ab\u00a0Ich bin die Auferstehung und das Leben\u00a0<\/em>\u00bb (Johannes 11.25). Es wird geschenkt und nicht gemacht. Es ist weit mehr als ein menschliches Kunstst\u00fcck ode reine menschliche Leistung. Allen \u00dcberlieferungen und verschiedenen Herk\u00fcnften im Rahmen der Kirche zuwider hat jeder, der an Jesus Christus glaubt ewiges Leben<\/em> (Joh 3.15). Wer an Jesus glaubt ist in ihm und steht in br\u00fcderlicher Verbindung mit allen, die in Christus sind. Diese Einheit in Christus besteht schon jetzt. Sie ist da. Es liegt an uns, sie zu unterhalten und zu bewahren. In seinem hohenpriesterlichen Gebet betet Jesus f\u00fcr diejenigen, die durch die Verk\u00fcndigung der Apostel an ihn glauben werden\u00a0: \u00ab\u00a0Ich lebe in ihnen und du lebst in mir, so sollen sie zu einer vollkommenen Einheit werden<\/em>.\u00a0\u00bb (Joh 17.23). In seinem Brief an die Epheser sagt Paulus\u00a0: \u00ab\u00a0Bem\u00fcht euch darum, die Einheit zu bewahren, die der Geist Gottes euch geschenkt hat. Der Frieden, der von Gott kommt, soll euch alle verbinden\u00a0!\u00a0<\/em>\u00bb (4.3) Weiter im selben Kapitel spricht er von unserem Wachstum in Christus und vom Aufbau des gesamten K\u00f6rpers, \u00ab\u00a0So soll es dahin kommen, dass alle durch den selben Glauben und durch die gemeinsame Erkenntnis des Sohnes Gottes verbunden werden<\/em>\u00a0\u00bb (V. 13). Der selbe Apostel ruft uns auf\u00a0: \u00ab\u00a0Tut alles in der Liebe\u00a0! Sie verbindet euch und f\u00fchrt euch dadurch zur Vollkommenheit<\/em>.\u00a0\u00bb (Kol 3.14).<\/p>\n
Br\u00fcderliche Gemeinschaft kommt nicht von allein, per Zufall, sie lebt und wird gest\u00e4rkt durch das \u00d6l und den Tau, zwei Bilder der Gegenwart Gottes unter uns. Bewahren wir diese Bilder, um die br\u00fcderliche Gemeinschaft immer aufs neue zu hegen und zu f\u00f6rdern, die uns in Gottes Wort angeboten wird.<\/p>\n
Wie wohltuend, wie sch\u00f6n, wenn Br\u00fcder beieinander bleiben und sich gut verstehen\u00a0\u2026 Dort will der Herr seinen Segen schenken, Leben, das f\u00fcr immer besteht.<\/p>\n
L. N.<\/p>\n
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Ein Loblied auf die Liebe zwischen Br\u00fcder als Symbol f\u00fcr die F\u00fclle der Beziehung zu Gott. Einheit wird durch den Segen des ewigen Lebens in Christus m\u00f6glich<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4032,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,84],"tags":[117,118,119,120,121,122],"class_list":["post-4027","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-entdecken","category-vertiefen","tag-brueder","tag-bruederliche-gemeinschaft","tag-bruderliebe","tag-einheit","tag-hermon","tag-oel","entry","has-media"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4027","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4027"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4027\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4032"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4027"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4027"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/billetdetheo.com\/theosnotizen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4027"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}